Der Schlaf und ich

Im Prinzip erfülle ich perfekt das Studentenvorurteil: Kommt morgens nicht aus dem Bett und bleibt abends lange wach. Bei mir liegt es allerdings in der Regel weder am Partymachen noch am exzessiven Lernen, sondern schlicht und ergreifend daran, dass ich eine wahre Nachteule bin. Manchmal glaube ich, der Begriff wurde für mich erfunden.

Ich kann selten vor Mitternacht einschlafen (und wenn, dann war ich wirklich müde), aber wenn ich schlafe, habe ich in der Regel keine Probleme damit, zehn Stunden und mehr durchzuschlafen. Mein Wecker schon. Morgens aufzustehen ist schwierig, egal ob es um sechs oder um neun ist. Ich habe ja den Verdacht, dass mein Wecker immer genau auf die falsche Schlafphase wartet, um mich dann zu wecken, wenn es die größte Desorientierung und den stärksten Sog zurück ins Reich der Träume auslöst.

Auf der anderen Seite kann ich mich tatsächlich gesundschlafen. Wenn es mich mal so richtig erwischt hat, kann ich ohne Probleme sechzehn Stunden am Stück schlafen und in deutlich besserer Verfassung wieder aufwachen.

Ich kann übrigens auch super nach Kaffeekonsum einschlafen. Vor allem in der Uni. In der Cafeteria. Auf dem neuen Sofa. Nach einer Tasse Cappuccino. (Ja, das ist tatsächlich passiert … dabei wollte ich nur kurz die Augen schließen, weil sie gebrannt haben …)

Überhaupt hat Kaffee eine seltsame Wirkung auf mich. Die richtige Menge hat einen beruhigenden Effekt, aber wenn ich zuviel trinke, werde ich unruhig und fühle mich merkwürdig. Wach macht er mich aber nicht wirklich. Trotzdem trinke ich morgens Kaffee, weil er mir irgendwie dann doch hilft, in den Tag zu starten.

Du brauchst jemanden, der dir mitten in der Nacht noch bei irgendwas hilft? Kein Problem. Aber wehe, du rufst mich vor mittags an, wenn ich frei habe. Und wenn du vor zwölf vorbeikommst, bring wenigstens Kaffee mit.

Manchmal hasse ich mich regelrecht dafür, weil ich (wenn ich denn kann) den halben Tag verschlafe. Dann werde ich melancholisch, weil die Sonne schon fast wieder untergeht (im Winter), weil ich die Vögel morgens nicht gehört habe (außer ich war noch wach), weil ich mich selber faul fühle. Ich werde oft komisch angeguckt, wenn ich irgendwann um eins oder zwei einkaufen gehe und die Kassiererin mit “Morgen” begrüße. Oder wenn ich völlig verschlafen um elf dem Postboten im Nachthemd aufmache. Ah, Studentin (oder arbeitslos), Klischee erfüllt. Bingo.

Dieses Semester ist auch mein bisher härtestes (von dreien). Nicht wegen der vielen Lehrveranstaltungen, die ich belege, sondern vor allem, weil ich an vier aufeinanderfolgenden Tagen um halb sieben aufstehen muss. (Ich höre Legionen von Arbeitnehmern aufstöhnen, dass sie ja noch viel früher rausmüssten. Ihr tut mir leid, ehrlich, aber das macht es für mich nicht einfacher.) Für mich bedeutet das, dass ich über die Woche hinweg deutlich weniger schlafe, als mein Körper gerne würde. Was zur Folge hat, dass ich oft erschöpft bin, schneller Gelenkschmerzen bekomme und mich nicht mehr so gut konzentrieren kann. Einfach früher ins Bett gehen? Fehlanzeige, dann falle ich in einen kurzen Erschöpfungsschlaf und liege zwei oder drei Stunden später hellwach im Bett und kann nicht wieder einschlafen. Oder wälze mich stundenlang rum, bis ich endlich einschlafe.

Warum ich das alles schreibe? Nun, vielleicht, weil ich die Klischees leid bin. Vielleicht, weil ich es leid bin, schief angeguckt zu werden. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass es Menschen mit unterschiedlichem Biorhythmus gibt. Wenn ich könnte, würde ich meinen Schlafrhythmus einfach umstellen, es würde mein Leben deutlich leichter machen. Aber das hat schon in meiner zweijährigen Ausbildung nicht funktioniert, als ich jeden Morgen um zwanzig nach fünf aufgestanden bin. Als Ausgleich habe ich die halben Wochenenden durchgeschlafen, weil ich unter der Woche selten vor Mitternacht oder eins einschlafen konnte, egal, wann ich im Bett war.

Ich bin selbstständig, kann also weitestgehend selbst festlegen, wann ich arbeite. Die meisten meiner Kurse liegen in den Nachmittags- und Abendstunden, wenn andere Leute Feierabend haben und nach der Arbeit Englisch lernen wollen. Hin und wieder nehme ich auch Kurse an, die vormittags liegen. Diese Kurse sind in der Regel entweder nur wenige Wochen am Stück oder auf zwei oder drei Vormittage die Woche beschränkt. Und obwohl ich jeden Morgen meinen Wecker verfluche, genieße ich diese Kurse auch. Wenn ich Feierabend habe, liegt der halbe Tag noch vor mir. Die Welt ist morgens eine andere als mittags. Und meine Kursteilnehmer haben bisher noch nie was dagegen gehabt, dass ich morgens mit einem Kaffee zum Kurs erscheine …

Uni-Stress

Das Semester nähert sich seinem Ende und ich habe noch zwei Präsentationen, drei Klausuren, eine mündliche Prüfung, eine Hausarbeit und ein Essay vor mir. Ach ja, und für unser Stipendiatenmagazin muss ich bis Mitte Februar noch ein Interview Korrektur lesen.

Die Statistik für eine der Präsentationen verschließt sich mir, Semantik ist zwar irgendwie logisch, aber unsinnig (zumindest teilweise … sorry, Semantiker), und meinen Arabischkurs habe ich schweren Herzens doch vor der Prüfung abgebrochen. Ich habe zu viel verpasst und habe mit dem ganzen anderen Zeug einfach keine Zeit, um das noch alles nachzuholen.

Heute Morgen habe ich dazu noch verschlafen und war fast eine Stunde zu spät zu meinem ersten Seminar … nächste Woche stelle ich mir meinen Wecker keine fünf Minuten vor, wenn ich dann riskiere, erst eine Stunde später wieder aufzuwachen, denn nächste Woche muss ich eine Studie präsentieren. Zumindest hat meine Professorin es mit Humor genommen und gestanden, dass ihr das auch schon mal passiert ist.

Noch drei Wochen Wahnsinn, dann habe ich es hinter mir. Dann habe ich Zeit, um in aller Ruhe die 100 Stunden Online-Kurs für mein TEFL-Zertifikat zu machen. Dann habe ich Zeit, um in aller Ruhe mein Essay zu schreiben. Meine Hausarbeit ist schon fast fertig, also eine Sorge weniger in meiner vorlesungsfreien Zeit.

Und mitten in der Prüfungsphase beginnt mein nächster Anfängerkurs für Englisch …

Kaffee, danke, dass es dich gibt.

TEFL Workshop

I spent my weekend in a meeting room in a fancy hotel somewhere near Berlin Tiergarten, together with eleven other people. What united us? The wish to teach English (in the case of our teacher, not just the wish), and to gain an official certificate. The workshop was from the TEFL Academy (TEFL = teaching English as a foreign language) and goes together with a 100-h online course for a total of 120 hours of instruction and practise teaching. Instructions included method training, grammar, lesson planning, and peer and teacher feedback and an exchange of experiences and ideas.

Although it was really exhausting (10 hours per day from 9 am to 7 pm), the atmosphere was great–thanks to the great people in the workshop! Even I, with almost three and a half years of experience teaching English for adults at local community colleges, and even more experience tutoring, could take away some useful and new skills. Kudos to our teacher as well for allowing me to chime in so much with my own teaching experience.

I’m looking forward to staying in touch with some of them, and really wish them all the best and lots of fun teaching English, no matter where they will end up (one of them wants to go to South America, another one to Vietnam…good luck, guys!). I hope they will all get out of it what they are hoping for, and will experience teaching (whether it be children or adults, general English or business English, beginners, intermediate level or advanced learners) as a very rewarding job.

Pictures vs. Writing–A losing battle?

Today’s one of those days where I think about how most people seem to perceive the Internet. Writing is out, pictures are in. Wherever you look, pictures get a lot more attention than anything written, no matter the quality.

Just yesterday, I wrote a short piece of fanfic and put it up on the forums of the MOBA, in the Community Creations section. At about the same time, someone posted a hand-drawn picture of one of the champions. Suffice to say, it is quite disheartening to see the picture rake in almost four times as many views and upvotes, and almost three times as many comments. Sure, the picture is great, but judging from the comments I received, so is my short story.

I know what they say. Our attention span is short, and pictures deliver instant gratification to the viewers. They can be processed without spending several minutes looking at them. But have we, as a community, really got so shallow that we’re not willing to spend a few minutes reading stories on the Internet anymore? I mean, come on, we read news articles and social media posts all the time. Granted, cat pictures win the day at any time, though.

So what should a writer do? Quit writing and start taking cute cat pictures? Stop worrying about being seen, being appreciated, and just deal with the fact that writers are, most of the time, invisible nobodies who need a different occupation to pay their bills? (Unless you’re Steven King, J. K. Rowling, or one of the other select few who made it big. Kudos to everyone who can live off his writing, who has become a somebody. Really. I envy you, but I’m also very happy for you.)

I’m not sure whether I want that. I have been dreaming about being a writer since I was in kindergarten and started to read books on my own. In my dreams, however, I was not a nobody. I was not frustrated about not being read or appreciated. In my dreams, I didn’t even bother imagining stuff like sales figures. I was a writer. And the writers I knew back then were writers that were published, that reached readers like young me and took them on adventures. And that’s what I want to be: Someone who takes others on adventures. A writer.

Die Flüchtlinge verändern unser Land? Ja, bitte!

Immer wieder lese ich Schreckensszenarien von Leuten, die Angst haben, dass die vielen Flüchtlinge unser Land und unsere Gesellschaft verändern könnten. Wenn nachgewiesen wird, dass ein Flüchtling eine Straftat begangen hat, heißt es sofort: “Haben wir es doch gewusst, die scheren sich nicht um unsere Gesetze!” Nach den Vorfällen in Köln werden Stimmen laut, die schreien: “Kein Wunder, deren Kultur hat ja auch ein völlig krankes Frauenbild!” Wenn man den Leuten zuhört, die am lautesten schreien, bekommt man den Eindruck, diese Flüchtlinge seien alles zukünftige Straftäter, Sozialschmarotzer, Terroristen und überhaupt weniger wertvolle Menschen. Flüchtlingsunterkünfte anzünden, in denen zu dem Zeitpunkt Flüchtlinge schlafen? Frauen, Männer, Kinder? Kein Problem, die müssen weg. Menschenleben und Menschenwürde scheinen nur für die etwas wert zu sein, die “zu uns” gehören. Also Christen, Deutsche, Weiße.

Dieses “uns”, das bewahrt und geschützt werden soll, ist nicht meins. Ich möchte nicht zu einer Gruppe Menschen gezählt werden, für die es inzwischen zum guten Ton gehört, gegen andere Menschengruppen zu hetzen. Ich möchte nicht zu einer Gruppe Menschen gehören, die es in Ordnung finden, anderen Menschen die Tür vor der Nase zuzuschlagen und Hilfe zu verweigern, nur weil diese Menschen anders scheinen. Ich möchte nicht zu einer Gruppe Menschen gehören, die kein Problem damit haben, die Taten Einzelner sofort auf die Gesamtheit einer anderen Religion oder einer anderen Staatsangehörigkeit zu übertragen, aber sich zutiefst unfair behandelt fühlen, wenn es jemand bei ihnen versucht.

Ich möchte zu einer Gruppe Menschen gehören, die sich bemühen, anderen Menschen vorurteilsfrei und offen gegenüberzutreten. Ich möchte zu einer Gruppe Menschen gehören, die andere Glaubensrichtungen respektieren und das Recht auf freie Religionswahl schützen. Ich möchte zu einer Gruppe Menschen gehören, für die sich der Wert eines Menschenlebens nicht nach Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht oder Religion richtet.

Und wenn es den Zustrom von hunterttausenden Flüchtlingen benötigt, damit sich in unserem Land endlich etwas ändert, dann ist das so. Lasst uns endlich lauter werden als die Stimmen des anderen “uns”. Lasst uns von Toleranz und Menschlichkeit reden, wo andere Hass predigen. Lasst uns Offenheit und Nächstenliebe leben, wo andere versuchen Angst zu schüren. Lasst uns gemeinsam dieses Land zu einem Land machen, das auf gegenseitigem Respekt, Toleranz und Hilfsbereitschaft beruht und dass die Menschenrechte achtet. Lasst uns gemeinsam Menschenwürde wieder zum höchsten und zu einem unantastbaren Gut machen. Denn so steht es nicht umsonst in unserem Grundgesetz.

League of Legends Cosplays

So shortly after I started playing League of Legends, I also started cosplaying. By now, I’ve cosplayed three different LoL champions: Secret Agend Xin Zhao, a female version of Twisted Fate (for the EU LCS Finals viewing party), and my own creation of Sinful Succulence Vi. The cosplays may not be perfect, but from what I’ve been told, the champions are recognisable, and that’s praise enough ^^ Plus, it has been great fun every time 🙂

The cats in the third photo are ours, and yes, they were trying to get into the donuts… 😉

I haven’t yet decided who I’ll cosplay next, but I still have two more wigs: a long purple one, and a long black one. Now if only I were more apt with crafting…

League of Legends: A Player Typology 2

My first typology kind of focused on player types that are or can be rather frustrating to play with, so today I want to focus on player types that are actually nice to play with.

The Casual ADC

This is usually someone who’s either unfamiliar with the role, or not that good at it. Maybe he’s practising, maybe he had to pick it because it was the only role left. Anyway, the most striking difference to the MAIN ADC from my last post is that the casual ADC usually appreciates his support and may even write things like “gj” or *gasp* “thanks” in chat. Even if they’re not always good with farming during the laning phase, they can still become valuable assets in team fights if they’re paired with a good support and survive bot lane more or less.

The Main Support

Granted, this species of players is kind of rare. If you happen to get one of these in your game, though, rejoice. They know the warding game and will maintain vision while simultaneously clearing enemy vision. Often, they can save their ADC even if the ADC made a mistake or the enemy made a good play (with or without the enemy jungler), and the main support will happily die for his ADC if that means the ADC gets out alive. They know their champ and know how and when to engage and set up plays for their team, and it’s very rare that they tilt and start flaming. Show them some love and appreciation and it will make their day, since they’re used to being flamed at (for dying, for example, even though it was to save their team mates) or taken for granted.

The Attentive Midlaner

Nothing endears you more to your jungler than to react quickly and without getting pinged at first if your jungler is ganked in his own jungle. The attentive midlaner, thus, is every jungler’s best friend, and can usually count on getting blue buffs in return. If he sees an opening for a gank, he pings and/or writes in chat, and then continues farming until the jungler shows up. He will also warn the jungler of wards, and he pings warnings if the enemy midlaner starts roaming. If he can, he will follow his midlaner. Whenever the attentive midlaner is ahead and sees an opportunity, he will help out top or botlane to help getting them ahead as well.

The Teamplay Jungler

Teamplay junglers are often jungle mains with a great map awareness. They keep their eyes open for ganking opportunities, track buff and drake timers, help with warding and ward clearing, and ping warnings for their laners if they spot the enemy jungler on his way to a lane. In most cases, they will give their blue buffs (except the first one, which they need for experience and clearing help) to their mage midlaner. They will try to set up plays just like the main support, and if they’re playing a tank, they will often sacrifice their life to get their team out alive. Teamplay junglers’s KDA ratio often shows a high number of assists and low kills because they will give away kills to their laners whenever possible and necessary to get the laners ahead.

The TP Saviour

This toplaner has teleport, and he will use it. Usually to gank botlane or to quickly travel to any place on the map to defend towers or help team mates. The enemy team has to take extra care to clear unwelcome wards because the toplaner will probably take advantage of them sooner or later. If a team mate is in trouble, all he has to do is to ping for help and put a ward down (if there’s no TP-able ward nearby). The TP saviour might fall behind in farm due to TP roaming, but he will usually make up for the lack of farm by kills and assists, and by helping his team mates snowball. Sometimes, though, this toplaner may over-estimate his tankiness or damage output and overstay his welcome. If there is an opportunity for it later in the game, this laner will try to backdoor while the enemy team is engaged elsewhere.